Die Angermühle in Altenmarkt an der Alz
Angermühle mit echte Handwerkskunst
Die Walzenstühle der Angermühle Altenmarkt vermahlen beste Dinkel-, Weizen- und Roggenqualität. Hochwertiges und ursprüngliches Getreide von Landwirten aus der Region Altenmarkt an der Alz und Umgebung ist die Grundlage für unsere Produkte. Unsere Mehle und Schrote sind rein mechanisch hergestellte Naturprodukte bester Qualität.
Ein Dreivierteljahr benötigt das Getreide von der Aussaat bis zur Ernte. In dieser Zeit wird es von unseren landwirtschaftlichen Partnern gehegt und gepflegt. Stolz liefern sie es in der Erntezeit in der Angermühle an. Bei uns in Altenmarkt wird das Getreide sorgfältig gereinigt, gelagert und entsprechend dem Bedarf zu bestem Mehl vermahlen.
Eine jahrhundertlange Tradition.
1926 – vor 100 Jahren – gab es keine „Frische Siegel“, Haltungsformen und „Faire“ Lebensmittel – die Milch kam mit Kannen aus dem Kuhstall nebenan, die Eier vom Landwirt um die Ecke und das Korn vom Feld schrotete der Müller direkt vor der Tür. Beste regionale Qualität. Keine Kompromisse. Unverfälscht und echt.
Wir – die Angermühle Altenmarkt – haben genau diesen Anspruch. Wir bieten Ihnen das beste Produkt, das volle Korn und dessen beste Kraft. Dabei setzen wir in allen Belangen auf Regionalität – bei unseren Lieferanten als auch Kunden. Aus der Region, für die Region. Einfach und wie früher.
Die Geschichte der Angermühle in Altenmarkt an der Alz
Tradition seit 1147
Die Angermühle in Altenmarkt an der Alz ist der älteste und einzige heute noch mahlende Betrieb im Gemeindebereich. Ihre Geschichte beginnt im Jahr 1147.
An günstiger Stelle – am Alzbogen mit enormem Gefälle – ist die Angermühle errichtet. In den Besitz des Baumburger Klosters gelangte die Angermühle durch eine Verschreibung des Edlen Warmut von Plickenberg im Jahre 1147, für den Fall, dass er nicht mehr vom Kreuzzuge heimkehren sollte.
Zu späterer Zeit, im 17. Jahrhundert, wird die Angermühle mit einer Arbeitsleistung von 60 Muth und sechs Arbeitsgängen als die leistungsstärkste im Pflegegericht Trostberg angegeben (1 Muth = ca. 60 Liter Mehl). Die Angermühle war seit der Schenkung des Warmut von Plickenberg an das Kloster abgabepflichtig. Vermutlich mit der Säkularisation 1803 wurde sie abgabefrei und alleiniger Besitzer war damals Josef Kleinhuber, dessen Vater Mathias aber schon Müller am Anger war.
Im Jahre 1858 wird Josef Kleinhuber, geb. 1835, Besitzer des Gesamtbetriebes, bestehend aus Angermühle, Sägewerk, Ölstampf und Schanklokal. Weitblick bewies Herr Kleinhuber, der Bürgermeister im Ort war, 1896 mit der Errichtung eines Elektrizitätswerkes. Mit dem Markt Trostberg wurde ein Stromliefervertrag abgeschlossen. Auf hohen Leitungsmasten wurde die Energie, in Form von 2.000 Volt Spannung, mittels 8 mm Kupferleitung in den Nachbarort geliefert.
Die Tochter des Bürgermeisterehepaars Genoveva und Josef Kleinhuber heiratete später Balthasar Gerer. Ein Sohn aus dieser Ehe verunglückte tödlich, auch Herr Gerer verstarb kurz nach dem Tod seines Sohnes. Seine Witwe Regina heiratete Martin Erl, der ebenfalls Bürgermeister im Ort war.
Da diese Ehe kinderlos blieb, erbte der Neffe Anton Erl in der Folge die Angermühle. Nach dem frühen Tod von Anton Erl führte seine Witwe Caroline den Betrieb mit großem Herz und Geschick 47 Jahre lang erfolgreich weiter. Seit 2011 liegt die Leitung des Anwesens bei ihrer Tochter Christa Kastenbauer, die die Familientradition fortführt.
Tradition in neuen Händen: Unsere Geschichte der Angermühle – Ihr Mehl aus Altenmarkt
Ein Erbe mit Zukunft – Von der Familie Lockfisch zur Familie Diesing
Das Foto aus den 1950er Jahren zeigt im Vordergrund die Angermühle Altenmarkt mit Sägewerk, Landwirtschaft, Getreidemühle, E-Werk 1 und Gasthof, der in den Kriegsjahren ab 1939 als Entbindungsanstalt diente. Landwirtschaft und Sägewerk sind heutzutage nicht mehr in Betrieb.
Eine entscheidende Wiederbelebung erfuhr die Angermühle an der Alz 1978 mit dem Pächter Eberhard Lockfisch. Entgegen dem Trend zur Industriemühle gelang es dem exzellenten Müller, die ehrwürdige Angermühle durch beste Mehlqualitäten über Jahre konkurrenzfähig zu halten. Sohn Thomas Lockfisch entwickelte die Mühle weiter und stellte die Weichen für die Zukunft.
Für diese herausragende Leistung und die Möglichkeit, seit dem 1. Januar 2026 in die Fußstapfen der Betreiberfamilie Lockfisch zu treten, sind wir, Familie Diesing, äußerst dankbar. Unsere Wurzeln aus der Landwirtschaft und dem Getreideanbau bringen wir mit voller Leidenschaft in die Angermühle ein.